Paschalis war vor seiner Erhebung zum Papst am 25. Januar 817 Abt des Benediktinerklosters San Stefano bei St. Peter in Rom, wo er sich insbesondere um die Aufnahme und Verpflegung der Pilger kümmerte. Noch am Todestag seines Vorgängers Stephan IV. (22. Juni 816 bis 24. Januar 817) wurde er gewählt und erhielt tags darauf die Bischofsweihe. Der Frankenkönig Ludwig I. der Fromme (Heiliger) stimmte seiner Wahl zu, erneuerte auf Bitten des Papstes den Freundschaftsbund mit der römischen Kirche und stellte das »Pactum Ludovicianum« aus, in dem er den von Pippin dem Jüngeren geschenkten Kirchenstaat bestätigte. Dies bedeutete Unabhängigkeit des päpstlichen Territoriums gegenüber dem Königreich Italien (besonders freie Papstwahl) und vollständige Selbstregierung unter kaiserlichem Schutz.
823 schickte Paschalis I. Erzbischof Ebbo von Reims als Missionar und päpstlichen Legaten nach Dänemark und bereitete so die Christianisierung des Nordens vor. Die von Kaiser Leon V. im östlichen Bilderstreit Verfolgten verteidigte er und schickte ihnen aufmunternde Briefe. Auch förderte er den Bau und die Restaurierung römischer Kirchen und Klöster.
Paschalis I. starb am 11. Februar 824 in Rom und fand sein Grab in der Kirche Santa Prassede. Nach seinem Tod brachen Unruhen in der Stadt aus, und es dauerte lange, bis sein Nachfolger Eugen II. (Anfang Juni 824 bis August 827) bestimmt werden konnte.
Darstellung: in päpstlichen Gewändern
Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit drei Querbalken), Kirchenmodell

Quelle: Herder-Verlag
