Es geht los: die erste Tour des JakobusRadelns führte die Radlerinnen und Radler von Sinsheim nach Neckargemünd
Mit der Zusammenlegung von fünf großen, ausgedehnten Seelsorgeeinheiten im Land der tausend Hügel, dem Kraichgau, in Nordbaden, zur Pfarrei St. Jakobus stellt sich nicht nur den hauptamtlichen Mitarbeiter:innen die Frage: Wie kann eine Begegnung der Gläubigen untereinander stattfinden? Wie kann diese Pfarrei zusammen wachsen bzw. zusammenwachsen? Eine mögliche Antwort ist das von sieben radbegeisterten Gemeindemitgliedern neu ins Leben gerufene Projekt „JakobusRadeln“. Innerhalb der nächsten Jahre werden dabei die 57 Kirchen und Kapellen der Gemeinde mit dem Rad er-fahren. Gleichzeitig erleben die Radpilger:innen so Weggemeinschaft.
Am 26.4. kamen 52 Radler:innen aus dem gesamten Pfarrgebiet in der Hauptkirche St. Jakobus in Sinsheim zu einem Drahteselgottesdienst zusammen. Passend zum Tagesevangelium des „Guten Hirten“, das uns bildlich ermutigt, den doch so engen und manchmal bequemen Schafstall zu verlassen, Jesu Stimme zu folgen und uns hinaus ins Weite zu wagen, machten sich Jung und Alt nach einer Radsegnung auf den Weg von Sinsheim nach Neckargemünd. Auf dem Weg, der vorbei an duftenden und blühenden Rapsfeldern führte, konnten die Radler:innen drei Kirchen entdecken. So bekamen sie die leuchtenden Kirchenfenster und ihre Symbolik in der Herz-Jesu Kirche in Hoffenheim nähergebracht. In St. Martin in Meckesheim überraschte die Kirche mit ihrem umgebauten, für vielfältige Zwecke nutzbare Innenraum. Gleichzeitig erbaute das Lied „Wie schön du bist“ von Sarah Connor die Teilnehmer:innen der Aktion. Es lud zum Innehalten und Nachsinnen über Selbstliebe als notwendige Voraussetzung für Nächstenliebe ein. Schließlich konnten die Radfahrer:innen noch die mehrfach umgebaute Kirche St. Dyonisius in Bammental bestaunen. Der Abschluss der ersten gemeinsamen und kurzweiligen Tour bildete das gemütliche Beisammensein in der ARCHE in Neckargemünd. Das Gemeindeszentrum, das seit 52 Jahren Ökumene lebt, öffnete zum Ende der dreistündigen Radtour den teils erschöpften, aber durchaus fröhlichen Radfahrer:innen ihre Türen. Die von den Initiator:innen erhoffte Begegnung über die Grenzen von Gemeinden hinweg wurde in den gemeinsamen Stunden der Bewegung auf zwei Rädern und Ruhe in den Kirchen vor Ort er-fahr-bar.
Das Organisationsteam ist begeistert und freut sich schon auf die Fortsetzung der Touren am 17. Oktober: dann von der Marienkapelle in Waibstadt bis zum Ottilienberg nach Eppingen. Nähere Informationen folgen auf der Homepage www. kath-kraichgau.de. Auskunft zur Aktion erhält man per Mail unter:
jakobusradeln@kath-kraichgau.com (Juliane Dinkel)