Kolping-Verband

 

Kolping-Familien in der Kirchengemeinde Kraichgau

 
Was ist Kolping?
KOLPING ermöglicht die Erfahrung lebendiger und prägender Gemeinschaft. Mit Blick auf die Herausforderungen und Nöte dieser Zeit geben wir als große KOLPING‐Gemeinschaft unserer Welt ein menschliches Gesicht, indem wir für eine gerechte Gesellschaft und eine den Menschen zugewandte Kirche und einen nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung eintreten. 
(aus dem Leitbild des Kolping-Verbandes Deutschland)
 
Was ist die Kolpingsfamilie ?
Die Kolpingsfamilie ist die kleinste organisatorische Einheit im Kolpingwerk. Sie will eine Gemeinschaft sein, in der Menschen aus allen Altersgruppen partnerschaftlich und familienhaft miteinander umgehen. Die Mitglieder möchten aktiv an der Erneuerung unserer Gesellschaft mitgestalten. Dazu will die Kolpingfamilie den Einzelnen befähigen, als Christ sein Leben, in Familie, Beruf und Staat verantwortungsbewusst zu gestalten. Eine Kolpingsfamilie ist keine "geschlossene Gesellschaft", sondern lädt zum aktiven Mittun ein!
In unserer Kirchengemeinde Kraichgau gibt es vier Kolpings-Familien in Eppingen, Neckargemünd, Sinsheim und Waibstadt. Sie sind vier von 2827 Kolpingfamilien im Kolping-Verband Deutschland.
 
Wer war Adolph Kolping?
 
Ein Sozialreformer der ersten Stunde, einer der erfolgreichsten katholischen Publizisten des 19. Jahrhunderts und volksnaher Seelsorger - so lässt sich Adolph Kolping kennzeichnen, der auch als "Gesellenvater" bis in unsere Zeit bekannt ist.
 
Als 4. Kind eines Schäfers, 25 km von Köln entfernt in Kerpen geboren, wächst Adolph Kolping in sehr bescheidenen Verhältnissen auf und erlernt das Schuhmacherhandwerk. Zehn Jahre arbeitet er in diesem Beruf, ringt aber mit der Entscheidung, sein bisheriges Leben aufzugeben und Priester zu werden. Im Alter von 23 Jahren wagt er den ungewöhnlichen Schritt. Nach Gymnasium und Theologiestudium empfängt er am 13. April 1845 in der Kölner Minoritenkirche die Priesterweihe.
 
Als Kaplan in Wuppertal lernt er den von Johann Gregor Breuer gegründeten Gesellenverein kennen und wird 1847 dessen Präses. In diesem Zusammenschluss von Gleichgesinnten erkennt Kolping ein geeignetes Mittel zur Bewältigung persönlicher Nöte und sozialer Probleme. Er lässt sich nach Köln versetzen, wo er am 06. Mai 1849 den katholischen Gesellenverein gründet. Hier findet Kolping seine eigentliche Lebensaufgabe. In seinen Gesellenvereinen will Kolping jungen Menschen in bedrängter Situation Hilfestellung leisten. Hier erleben sie Gemeinschaft und Geborgenheit, allgemeine, berufsbezogene und religiöse Bildung, ergänzt durch geselliges Miteinander. Sozialer Wandel durch Veränderung des Menschen – so lässt sich Kolpings Anliegen zusammenfassend kennzeichnen. Innerhalb weniger Jahre gelingen ihm zahlreiche Neugründungen. Die ersten Vereine schließen sich 1850 zum Verband zusammen.
 
Bis zu seinem Tod am 4. Dezember 1865 entstehen mehr als 400 Gesellenvereine in Deutschland und vielen Ländern Europas. Damit ist Kolping ein Initiator der katholischen Sozialbewegung und Wegbereiter der katholischen Soziallehre. 1991 wird er durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.