Diakonweihe von Lars Brezina und Thomas Kiesebrink in Waibstadt

22.06.2026 | Erzbischof Stephan Burger: „Aller Furcht und Angst trotzen“

 
(Quelle: Erzbistum Freiburg, www.ebfr.de sowie Kirchengemeinde Kraichgau)
 
Waibstadt/Freiburg. Lars Brezina und Dr. Thomas Michael Kiesebrink haben in der Kirche „Unsere

Liebe Frau“ in Waibstadt die Diakonweihe empfangen. Lars Brezina ist in Waibstadt in der Kirchengemeinde Kraichgau (Pfarrei St. Jakobus Sinsheim) aufgewachsen. Thomas Kiesebrink stammt aus der Kirchengemeinde Linzgau-Bodensee (Pfarrei St. Nikolaus Markdorf).
 
In seiner Predigt anlässlich des feierlichen Gottesdienstes am Sonntag (21.06.) sagte Erzbischof Stephan Burger, dass beide damit ein Bekenntnis abgeben, aller Furcht und Angst zu trotzen. „Sich zu bekennen heißt, sich auf die Seite des Lebens überhaupt zu stellen.“ Die Diakone würden der Öffentlichkeit zeigen, dass sie auf der Seite des Lebens, der Gerechtigkeit und der am Rande Stehenden, der Benachteiligten, der Verletzten, der Vulnerablen im weitesten Sinne stehen.

 
Der Dienst weise über die alltäglichen Ängste und alle Begebenheiten hinaus, die das Fürchten  lehren.

 „Ihr Dienst wird dazu beitragen, mit den Befürchtungen und Ängsten anders umgehen zu können, sich  davon nicht aufreiben oder gar unterkriegen zu lassen. Und ihr Dienst werde umso glaubwürdiger wahrgenommen und ihre Botschaft als tragfähig für das Leben erachtet, je konsequenter und klarer die beiden Diakone selbst diese Botschaft leben und sich zu eigen machen. 
 
Allen in der Kirche Tätigen und weiteren Gläubigen gab Burger mit auf den weiteren Weg: „Wir alle 
 dürfen darin gewiss sein, dass Gott uns nicht fallen lässt und uns allein nicht mit den Ängsten und Befürchtungen dieser Welt ausliefert.“ Der Erzbischof sagte: „Fürchtet euch also nicht, sondern stellen wir uns ehrfürchtig vor dem lebendigen Gott.“ Denn Kriege, Konflikte oder auch politische und gesellschaftliche Befürchtungen würden mittlerweile das Leben unzähliger Menschen bestimmen. 
 
Die Kirchengemeinde Kraichgau ist stolz, dass dieses großes Ereignis bei ihr gefeiert werden konnte. Zahlreiche Engagierte haben dabei geholfen, diesen Tag zu einem besonderen Tag zu machen. Hervorzuheben ist auch die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Aus der Kirchengemeinde Kraichgau waren daran der Heilig Kreuz Chor Angelbachtal unter der Leitung von Elke Burger-von Stein und der Kirchenchor Hilsbach-Weiler unter der Leitung von Anette Reinbold beteiligt. Gemeinsam mit dem Organisten Eduard Wagner, der Schola des Priesterseminars Collegium Borromaeum, dem Kantor Benedikt Hoferer, der Solistin Luisa Burger sowie dem Streicherensemble  trugen sie dazu bei, diesen Gottesdienst zu einem beeindruckenden Erlebnis zu machen. Der Musikverein Waibstadt begleitete die Prozession zur Kirche und im Anschluss in das katholische Gemeindehaus, in dessen Garten ein Empfang zu Ehren der neuen Diakone und für alle Besucherinnen und Besucher stattfand.
 
Die Vorbereitungen in der Kirche, der Empfang im Anschluss an den Gottesdienst  und vieles andere mehr wären ohne dieses Engagement der Kirchengemeindemitglieder so nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank dafür!
 
Hier können Sie den Gottesdienst (noch einmal) ansehen:

Info: Diakonweihe: Station auf dem Weg zur Priesterweihe

Die Weihe zum Diakon ist eine Station auf dem Weg zur Priesterweihe und gilt als vorläufiger Höhepunkt auf dem Berufungs- und Ausbildungsweg als Priesteramtskandidat. Das Wort „Diakon“ stammt vom griechischen Verb „diakonein“. Es bedeutet „dienen“ und „fürsorglich helfen“. Der Erzbischof weiht die Kandidaten durch Handauflegung und das von ihm gesprochene Weihehochgebet. Im Anschluss daran werden die Diakone mit der Stola und der so genannten Dalmatik bekleidet, die Zeichen ihres Dienstamtes sind. Sie erhalten zudem ein Evangeliar überreicht, denn die Verkündigung des Evangeliums ist eine ihrer zentralen Aufgaben. Am Ende der Weihe entbietet der Erzbischof den neu geweihten Diakonen als Zeichen der Wertschätzung den Friedensgruß.(mf)